Sitzwachen in Berlin — wenn niemand alleine sein soll
Eine Sitzwache bedeutet: Jemand ist da. Nicht zur medizinischen Versorgung — dafür gibt es Ärztinnen und Pflegekräfte. Sondern für die Anwesenheit selbst. Für das Gefühl, dass jemand bleibt, wenn die Nacht lang wird, wenn die Operation ansteht, wenn die Verwirrtheit kommt und wieder geht.
Die Heilpraxis Frommholz vermittelt Sitzwachen in Berlin — im Krankenhaus, in der Psychiatrie, im Hospiz und zu Hause. Wir sind seit über 15 Jahren auf 1:1-Betreuung spezialisiert. Wer eine Sitzwache braucht, hat oft schon viel hinter sich. Wir verstehen, dass es in diesen Momenten weniger um Fachlichkeit als um Menschlichkeit geht — und unsere Mitarbeitenden bringen beides mit.
Einen Teil unserer Sitzwachen-Einsätze tragen wir gemeinsam mit unserem gemeinnützigen Partnerverein Leben Pflegen Reisen e.V. — vor allem dort, wo neben Pflegekompetenz auch ehrenamtliches Engagement und längere Anwesenheitsphasen gefragt sind.
Wann eine Sitzwache sinnvoll ist
Eine Sitzwache ist mehr als ein Stuhl neben dem Bett. Sie schützt, sie beruhigt, sie verhindert Schlimmeres. Typische Situationen, in denen unsere Klientinnen und Klienten uns rufen:
- Nach Operationen:
- Postoperative Verwirrtheit (Delir) ist eine der häufigsten Komplikationen bei älteren Patientinnen und Patienten. Eine vertraute Anwesenheit reduziert das Risiko deutlich — und beschleunigt die Genesung.
- Bei Sturzgefahr:
- Wer nachts unruhig wird, aufstehen will, sich nicht mehr orientiert, ist sturzgefährdet. Eine Sitzwache beobachtet, beruhigt, hilft beim Aufstehen — und verhindert Brüche, die sonst eine ganze Lebensphase entscheiden.
- In der Sterbephase:
- Wenn klar ist, dass es zu Ende geht, wollen viele Angehörige nicht, dass ihre Liebsten allein gehen. Aber nicht jeder kann durchgehend am Bett sein. Wir übernehmen die Nachtstunden, die Wochenenden, die Phasen, in denen Sie selbst Pause brauchen.
- Bei psychiatrischen Krisen:
- Akute Eigen- oder Fremdgefährdung, suizidale Phasen, schwere depressive Episoden. Eine 1:1-Betreuung schützt — und kann eine Zwangseinweisung verhindern.
- Bei Demenz:
- Nächtliche Wachphasen, Weglaufgefahr, Orientierungslosigkeit — eine Sitzwache bringt Ruhe in eine Situation, die Angehörige sonst zermürbt.
Wo wir Sitzwachen anbieten
Wir sind in ganz Berlin unterwegs. Unser Sitz in Moabit (Stephanstraße 46) liegt verkehrsgünstig in der Mitte der Stadt — von hier erreichen wir Charlottenburg in zehn Minuten, Wilmersdorf in zwölf, Zehlendorf in fünfundzwanzig.
Wir vermitteln Sitzwachen in:
- Krankenhäusern:
- Charité (alle Standorte), Vivantes-Kliniken, Schlosspark-Klinik, Sankt Gertrauden, DRK Kliniken, Lazarus, Helios und allen anderen Berliner Häusern.
- Psychiatrischen Kliniken:
- Vivantes Wenckebach, St. Hedwig, Schlosspark-Klinik und allen Akut- und Tageskliniken im Stadtgebiet.
- Hospizen und Palliativstationen:
- in enger Abstimmung mit dem dortigen Team.
- Pflegeheimen:
- wenn Angehörige Entlastung brauchen oder eine besondere Situation eine 1:1-Betreuung erfordert.
- Zu Hause:
- in der vertrauten Wohnung, mit allem, was eine eigene Umgebung ausmacht.
Was eine Sitzwache bei uns kostet
Sitzwachen sind in der Regel Selbstzahler-Leistungen. Die gesetzliche Pflegekasse übernimmt sie nicht direkt — in manchen Fällen lässt sich die Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) oder der Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) nutzen, dazu beraten wir Sie gerne.
Pauschalpreise nennen wir nicht, weil die Situationen zu unterschiedlich sind. Eine Nachtsitzwache im Krankenhaus ist anders zu kalkulieren als eine 12-Stunden-Begleitung zu Hause. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was Sie brauchen und was es konkret kostet. Transparente Zuschläge nach § 3b EStG (25 % nachts, 50 % sonn- und feiertags) gelten bei allen Einsätzen.
Was unsere Sitzwachen können
Unser Team ist gemischt: examinierte Pflegekräfte, Pflegehilfskräfte, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Betreuungskräfte mit langjähriger psychiatrischer Erfahrung. Je nach Situation setzen wir die passende Qualifikation ein. Was alle gemeinsam haben:
- Ruhe in herausfordernden Situationen
- Fähigkeit zur Beobachtung und sachlichen Dokumentation
- Erfahrung im Umgang mit Verwirrtheit, Aggression, Angst
- Diskretion — was in der Wohnung gesehen und gehört wird, bleibt dort
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Sitzwache und einer Pflegekraft?
Eine Sitzwache ist anwesend, beobachtet, schützt und beruhigt — sie übernimmt aber keine pflegerischen Tätigkeiten wie Lagerung, Wundversorgung oder Medikamentengabe. Pflegekräfte tun beides; eine Sitzwache spezialisiert sich auf die Anwesenheit.Können Sitzwachen auch nachts kommen?
Ja. Nachtwachen sind eine unserer häufigsten Anfragen. Wir kommen ab Dienstbeginn zur vereinbarten Uhrzeit und bleiben bis morgens — bei Bedarf auch über mehrere Nächte hintereinander mit Wechseldienst im festen Team.Wie schnell ist eine Sitzwache verfügbar?
In Notfällen oft innerhalb von 24 Stunden, manchmal noch am selben Tag. Bei längerfristig planbaren Einsätzen (z. B. nach einer OP) brauchen wir nur 2-3 Tage Vorlauf.Sind die Sitzwachen fachlich qualifiziert?
Je nach Situation setzen wir unterschiedliche Qualifikationen ein. Bei medizinisch heiklen Situationen kommt eine examinierte Kraft. Bei reiner Anwesenheit reicht oft eine erfahrene Betreuungskraft. Wir klären das im Erstgespräch.Können wir die Sitzwache über die Pflegekasse abrechnen?
Nein, direkt nicht — wir rechnen ausschließlich als Selbstzahler-Leistung ab. Sie können aber bei vorhandenem Pflegegrad den Entlastungsbetrag (125 € monatlich) oder die Verhinderungspflege nutzen und uns die Rechnung dann selbst einreichen. Wir beraten Sie, was möglich ist.Wer haftet, wenn etwas passiert?
Wir sind berufshaftpflichtversichert. Schäden, die durch unsere Mitarbeitenden verschuldet sind, werden über diese Versicherung abgewickelt.
Bereit für ein erstes Gespräch?
Kostenlos, unverbindlich, in Ruhe. Wir hören erst zu — und melden uns dann mit einem konkreten Vorschlag zurück.
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